Welche Gehege eignen sich für einen Hamster?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einem Hamster ein artgerechtes Gehege zu bieten, doch überall ist unbedingt auf das Mindestmaß zu achten:

  • absolute Mindestgröße Zwerghamster:  0,6qm zum Beispiel 120x50x50cm
  • absolute Mindestgröße Goldhamster:  0,7qm zum Beispiel 120x60x50cm 


> Größer ist natürlich immer besser <


Damit die Gehegeeinrichtung gut ins Gehege passt empfehlen wir Gehege mit 60cm Höhe und mindestens 50cm Breite. Aber sinnvoll eingerichtete Gehege mit anderen Maßen sind natürlich auch möglich.

Etagen zählen nicht zur Grundfläche dazu! Gehege sollten nicht in die Höhe gebaut werden, denn:

Hamster sind Bodenbewohner und können sich beim Klettern schwer verletzen! Sie sind schon rein anatomisch keine Kletterkünstler und können auch keine Höhen/Tiefen einschätzen (höhenblind). Von einer großen Grundfläche profitiert der Hamster also viel mehr als von mehreren Stockwerken, denn Hamster lieben es zu Buddeln. In der Natur leben Hamster unterirdisch in ca 5 Meter tiefen Höhlensystemen, dem ein Gehege mit großer Grundfläche und tiefer Einstreu am nächsten kommt. 

Also lieber mehr Einstreu statt abenteuerliche Bauten.


Der richtige Standort

Hamster fühlen sich bei Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad wohl. Wenn es wärmer oder kälter wird, kann das ihr Allgemeinbefinden stark verschlechtert und zu ernstzunehmenden Erkrankungen bis hin zum Tod führen. Der Raum, in dem das Gehege steht, sollte daher entsprechend temperiert sein und diese Temperaturgrenzen zu keiner Zeit weder unter- noch überschreiten.

Im Raum sollte es tagsüber möglichst ruhig sein, damit der Hamster ungestört schlafen kann. Ein Gehege im Kinderzimmer ist daher eine erdenklich schlechte Wahl, da der Hamster tagsüber und das Kind nachts im Schlaf gestört wird. Daher vermitteln wir keine Hamster in Kinderzimmer! Grundsätzlich ist zu beachten, dass Hamster als Haustiere für Kinder völlig ungeeignet sind. Ein Gehege in Schlafzimmern sollte vorher immer gut überlegt sein. Hat man einen tiefen Schlaf ist es manchmal möglich. Wir vermitteln nur in Gehege in Schlafzimmern, wenn ggf. eine Ausweichmöglichkeit in einen anderen Raum bestehen würde.

Beispielaquarium für einen Zwerghamster

Aquarium

  • Hamster sind sehr gut zu beobachten
  • einfache Reinigung
  • sie sind recht schwer, können aber mit Schwerlastrollbrettern gut bewegt werden
  • sie müssen jedoch mit einer Abdeckung mit ausreichend Belüftung gesichert werden, um zu verhindern, dass der Hamster ausbricht

Fazit: Die Beste Wahl für nagefreudige Hamster und Goldhamsterweibchen




Terrarien in einem Schwerlastregal

Terrarium/Nagarium

  • ob Glas oder Holz, hier muss auf ausreichend Belüftung geachtet werden. Komplett geschlossene Terrarien sind nicht geeignet
  • der Hamster kann von vorne rausgenommen/gefüttert werden (weniger Stress für das Tier, da von oben greifen an Raubtiere erinnert)
  • fertige Terrarien aus OSB-Platten lassen sich im Internet bestellen. Diese sollten jedoch als Schutz vorm Annagen innen gefliest oder mit Epoxidharz versiegelt werden
  • Fazit: je nach Terrarium für verschiedene, Hamsterarten und -charaktere geeignet








Eigenbau eingerichtet für einen Goldhamster

Eigenbau

  • hier sind den gestalterischen Fähigkeiten keine Grenzen gesetzt - kann völlig den Bedürfnissen des Hamsters angepasst werden
  • handwerkliches Geschick von Nöten
  • Aber auch hier ist bei Holz als Material das Gehege besonders gegen An- und Durchnagen zu schützen und auch darauf zu achten, dass es sich nicht um Nadelholz handelt

Fazit: Eine gute Möglichkeit für kreative Menschen mit handwerklichem Geschick. Es muss gut geplant sein und den Bedürfnissen des Hamsters gerecht werden



Nicht geeignete Gehege!

Fast alle Gehege für Hamster, die im Handel erhältlich sind, sind ungeeignet. Fast allen bekannt sind dabei Gitter- und Plastikkäfige. Auch eigentlich "geeignete" Nagarien erfüllen die Mindestmaße nicht und sind zudem oft schlecht belüftet. Aquarien mit Gitteraufsätzen sind ebenfalls ungeeignet, da die Hamster an dem Gitter zwar hochklettern, aber nicht mehr herunter klettern können und sich schließlich fallen lassen. Dabei können sie sich schwer verletzen! Außerdem nagen sie häufig aus Unterforderung an den Gittern, was u.a. zu Zahnproblemen führt.



 
 
 
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