Einstreuarten im Vergleich


Es gibt viele verschiedene Arten von Einstreu. Wichtige Eigenschaften einer guten Einstreu sind: Grabfähigkeit, Stabilität, staubarm, weich mit möglichst geringem Verletzungsrisiko. 

Das Gehege sollte eine Einstreuhöhe von mindestens 30 cm (Goldhamster) und 25 cm (Zwerghamster) haben. Noch tiefere Buddelmöglichkeiten sind natürlich noch schöner.  




Holzspan ist ein Klassiker. Es ist in jeder Zoohandlung zu finden, allerdings gibt es einige Unterschiede. 

  • Kleintierstreu hat meist kleine Flocken, Gänge halten oft nicht zuverlässig, außerdem ist es meist staubig 
  • Wir empfehlen Pferdeeinstreu zu nutzen. Dieses ist in großen Ballen online oder bei entsprechenden Händlern vor Ort zu erwerben. Es ist staubärmer und grobflockiger, wodurch die Gangsysteme noch stabiler sind und die empfindlichen Atemwege geschont werden 

Wichtig ist es, das Streu während dem Einstreuen schichtenweise fest anzudrücken. Nur so kann Stabilität gewährleistet werden. Es ist sehr saugstark und bindet Gerüche sehr gut.

Heu ist aufgrund des Risikos für eine Ansteckung mit Parasiten nicht zuzugeben. Dass Hamster Heu als Bestandteil der Nahrung benötigen ist ein Mythos. Der Verdauungstrakt ist im Gegensatz zu dem der Kaninchen oder Meerschweinchen nicht auf eine Ernährung mit hohem Rohfaseranteil ausgelegt. 


Hanfstreu und Leinenstreu  wird oft in Zoohandlungen empfohlen, ist allerdings sehr spitz und die Verwendung geht mit einem hohen Verletzungsrisiko einher. Besonders gefährdet sind die Augen. Nicht nur das Verletzungsrisiko spricht gegen Hanfstreu, aufgrund der Beschaffenheit des Streus, haben Gänge keine Stabilität und fallen in sich zusammen. Das ist für den Hamster sehr frustrierend, er kann seinem natürlichen Instinkt nicht nachgehen.

Teddyhamster können genauso gut in Holzspänen graben und das Fell pflegen. Sollten die Teddyhaare zu lang werden, können diese vorsichtig gekürzt werden, um Verfilzungen und Knoten zu verhindern. Achtung: Tasthaare zu kürzen ist tierartunabhängig Tierquälerei!


Stroh/Heu  ist für die Hamsterhaltung zu grob. Die sperrigen Halme können zu Verletzungen führen und sollten daher nicht angeboten werden. Es ist außerdem nicht sehr saugstark und verunreinigt schnell. Heu ist kein Nahrungsbestandteil von Hamstern und muss nicht zur Verfügung stehen. Heu ist oft mit Parasiten belastet.


Erde mittlerweile gibt es immer mehr Gehege, die naturnaher, mit speziell zusammengesetzten Erdgemischen (Blähton, Lehmpulver, Kokoshummus) eingestreut sind. Bioaktive Gehege erfordern viel Know How und sollten gut geplant werden. In diesen Substraten haben Hamster oft besonders großen Buddelspaß. 


Buddelsubstrate im Vergleich 

Zur Abwechslung sollte auch noch andere Einstreuart (Buddelsubstrat) angeboten werden. Dieses sollte nicht lose auf der Grundstreu liegen, sonder in Gefäßen, Boxen, Bonbongläsern oder in einer "Dübelebene" angeboten werden. Manche Hamster wissen erstmal nicht viel damit anzufangen, indem man einfach einige Körnchen der Körnermischung darin verteilt, regt man sie zum graben an.


Maisspindelgranulat  ist eines der beliebtesten Buddelsubstrate. Es besteht aus zerkleinerten Maiskolbenspindeln. Viele Hamster (vor allem verfressene Zwerghamster) probieren es, was aber nicht schlimm ist. I.d.R. bemerken sie schnell, dass es deutlich leckerere Dinge gibt. 


Nussschalengranulat  ist ein sehr beliebtes Granulat aus Nussschalen. Es ist völlig unbedenklich, wenn es probiert wird. Durch die kleine, feine Körnung ist es sehr angenehm unter den Pfötchen. 



Kokoshumus/ Kokoserde ist meist in der Terraristik-Abteilung zu finden. Meist in Form von gepressten Blöcken, die man mit Wasser aufweichen muss und anschließend gut trocknen lassen sollte, um die Schimmelgefahr zu minimieren. Bei Allkokos ist es auch ungepresst, bereits aufgeweicht erhältlich, muss aber trotzdem noch getrocknet werden.


Korkgranulat besteht aus kleinen Korkstücken. Es ist besonders leicht und als Buddelsubstrat sehr beliebt. 

 
 
 
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